Im
äußersten Süden Chiles locken die
weltberühmten Naturwunder des Paine-Massivs und
die endlosen Steppen Feuerlands.
Patagonien, der Südzipfel des amerikanischen
Kontinents, hat von jeher die Phantasie und Reiselust
der Menschen gereizt. Der portugiesische Seefahrer
Hernando de Magallanes kam als erster Europäer
in Berührung mit diesen windgepeitschten, unwirtlichen
Landstrichen am Ende der Welt, als er 1520 die später
nach ihm benannte Durchfahrt vom Atlantik zum Pazifik
fand. Während die schier unendlichen, vegetationsarmen
Ebenen Patagoniens, die Pampas, heute größtenteils
zu Argentinien gehören, bestimmen auf der chilenischen
Seite regennasse Inseln und ein spektakuläres
Bergmassiv das Panorama: die Torres del Paine.
Der
Nationalpark Torres del Paine gehört zu den großen
Naturerlebnissen in Chile. Mitten aus der graubraunen
Pampa schießen unvermittelt 2000 Meter hohe
Berge gen Himmel, gekrönt von skurrilen Granitzacken
und fingern: den weltberühmten “torres”
(Türmen). Gewaltige Gletscher stoßen vom
Kontinentaleisfeld herab in einen Kranz von Seen,
die in allen Tönen von Eisgrau über Türkis
bis Kobaltblau leuchten. Auf Schritt und Tritt begegnet
man hier den eleganten Guanakos (eine Lama-Art), den
schnellen Nandus (Straußenvögel) und den
wachsam kreisenden Kondoren. Für Wanderer stehen
Schutzhütten und Zeltplätze bereit, für
anspruchsvollere Besucher zahlreiche Herbergen bis
hin zum Luxushotel.
Auch die weitere Umgebung wartet mit Attraktionen
auf: Vom Touristenstädtchen Puerto Natales aus
erkunden Schiffstouren Fjorde und Gletscher, Ausflüge
führen zur Höhle des urzeitlichen Riesenfaultiers
Mylodon und zu Pinguinkolonien. In der Hafenstadt
Punta Arenas am blauen Band der Magellanstraße
erzählen Paläste von den Gründerzeiten
Ende des 19. Jahrhunderts, als europäische Einwanderer
mit Schafwolle Vermögen anhäuften. Von hier
starten Schiffe durch
die Kanäle Feuerlands und weiter in die Antarktis.
Tourangebote
Torres del Paine und Feuerland

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