Reiseinformationen
Daten
und Fakten
Fläche
756.626
km2 |
Bevölkerung
15,1 Mio. |
Bevölkerungsdichte
20 Ew./km2 |
Religion
ca. 70% Katholiken, 15% Protestanten |
Prokopfeinkommen
ca. 5500 USD/Jahr |
Arbeitslosigkeit
ca. 8-9% |
Inflation
3,7% (2005) |
Anreise
Rund
ein Dutzend Gesellschaften fliegen Santiago de Chile
auf verschiedenen Routen an. EU-Bürger benötigen
kein Visum, lediglich ihren Pass. Bei der Einreise
erhalten Sie eine "Tarjeta de Turismo"
(Touristenkarte), die 90 Tage gültig ist und
bei der Ausreise vorgelegt werden muss. Sie kann
am einfachsten durch Aus- und Wiedereinreise (kostenlos)
oder auf dem Amtsweg (100 USD) für weitere
90 Tage erneuert werden.
Einkaufen
Geschäfte
öffnen zwischen 9 und 10 Uhr und schließen
gegen 20 Uhr, evtl. mit einer Mittagspause. Kaufhäuser
und Supermärkte haben abends länger (bis
22/23 Uhr) und auch Sa/So geöffnet. Souvenirs
kauft man am besten auf den lokalen Kunsthandwerksmärkten
(Ferias de Artesanía). Eine chilenische Besonderheit
sind Produkte aus bzw. mit Lapislazuli, einem blauen
Halbedelstein.
Elektrische
Geräte
Aus
der Steckdose kommen 220 V / 50 Hz, bestimmte Geräte
benötigen einen einfachen Adapter (in Supermärkten
oder Fachgeschäften erhältlich).
Geld
& Reisekasse
Landeswährung
ist der Chilenische Peso (CLP). Mit der EC- oder
Kreditkarte kann man an den mit "Redbanc"
gekennzeichneten Automaten problemlos Bargeld (Pesos)
abheben. Es empfiehlt sich als Reserve die Mitnahme
von Dollar-Reiseschecks und das Tauschen in offiziellen
Wechselstuben (bessere Kurse) oder Banken. Kreditkarten
werden in vielen Läden, Restaurants und Hotels
akzeptiert. Das Preisniveau ist für Bürger
der Euro-Zone generell günstig. Der Wechselkurs
lag Mitte 2006 bei ca. 1 EUR = 680 CLP.
Gesundheit
In
Chile gibt es keine besonderen gesundheitlichen
Risiken. Spezielle Impfungen sind nicht erforderlich,
Malaria oder Cholera gibt es nicht. Es empfiehlt
sich, den Standardschutz gegen Typhus, Poliomyelitis,
Hepatitis und Tetanus aufzufrischen. Die medizinische
Behandlung in den Kliniken großer Städte
hat Spitzenniveau, alle Medikamente sind erhältlich.
Vorsicht ist geboten mit rohem Gemüse und rohem
Fisch, ungekochten Meeresfrüchten, rohen Eiern
und auf der Straße angebotenen Speisen. Obst
und Gemüse gründlich waschen oder schälen.
Klima
& Reisezeit
Die
Jahreszeiten sind denen in Europa entgegengesetzt,
die Klimazonen sehr unterschiedlich. Im Norden herrscht
ganzjährig sonniges, trockenes Klima mit hohen
Tages- und tiefen Nachttemperaturen. Die Zentralzone
weist ein mediterranes Klima auf, mit langen, heißen
Sommern und kurzen, milden, regen-reichen Wintern.
Im Kleinen Süden und in Patagonien wird es
kühler und regnerischer, hier eignen sich die
Sommermonate November bis März am besten zum
Reisen.
Kleidung
Die
Reisekleidung sollte der besuchten Region und Jahreszeit
angemessen sein. Gegen die kräftige Sonneneinstrahlung
in Nord- und Mittelchile sollte man sich ausreichend
mit Hut oder Mütze, Sonnenbrille und -blocker
schützen. Im Süden sollten ein warmer
Pullover, eine gute Regenjacke und wetterfestes
Schuhwerk nicht fehlen.
Mietwagen
Voraussetzungen für die Automiete sind: Mindestalter
21 Jahre, internationaler Führerschein, ausreichend
gedeckte Kreditkarte. Ein einfacher Mittelklassewagen
kostet ab 30 Euro pro Tag. Den forsch fahrenden
Chilenen begegnet man am besten defensiv und besteht
nicht auf Rücksichtnahme. In Ortschaften sind
60 km/h erlaubt, außerhalb maximal 100 km/h,
auf Autobahnen 120 km/h. Benzin (93, 95 oder 97
Oktan bleifrei) kostete Mitte 2006 etwa 0,90 Euro
pro Liter. Viele Nebenstrecken sind nicht asphaltiert,
der Schotterbelag von sehr unterschiedlicher Qualität
- hier ist besondere Vorsicht geboten. Beim Abstellen
des Fahrzeugs, insbesondere in Städten, nichts
sichtbar im Innenraum liegenlassen.
Politische
Lage
Seit der Rückkehr zur Demokratie im Jahr 1990
ist die politische Situation in Chile sehr stabil.
Die Mitte-Links-Parteienkoalition "Concertación"
stellt seither die Regierung, derzeit mit der sozialdemokratischen
Präsidentin Michelle Bachelet an der Spitze
(2006-2010). Das Zweikammer-Parlament tagt in Valparaíso;
im Abgeordnetenhaus und im Senat hat die Concertación
eine leichte Mehrheit.
Sicherheit
Chile
ist ein ausgesprochen sicheres Reiseland. Lediglich
in den Zentren der großen Städte ist
Vorsicht geboten vor Taschendieben, die trickreich
und schnell in U-Bahnen, Bussen und im Gedränge
belebter Straßen agieren. Hier gilt: Wertsachen
im Hotel lassen oder nicht offen zeigen, auf Taschen
besonders Acht geben, kein Geld auf der Straße
wechseln. Es gibt kaum Fälle von Raubüberfällen
mit Waffen- oder Gewaltanwendung.
Sprache
Landessprache
ist Spanisch mit starken nationalen Eigenheiten.
Ein paar Grundbegriffe erleichtern die Reise! Mit
Englisch kommt man nur bedingt, mit Deutsch kaum
weiter.
Telefonieren &
Internet
Die
Landesvorwahl für Chile ist 0056. Bei Auslandsgesprächen
von Chile ist vor der Landesvorwahl der dreistellige
Code eines Anbieters zu wählen, z.B. Berlin
via Telefónica: 188-049-30 + Rufnummer. Als
praktisch erweisen sich die Prepaid-Karten “Línea
propia”, die von jedem beliebigen Apparat
aus verwendet werden können (am Kiosk erhältlich).
Mitgebrachte Triband-Handys funktionieren per Roaming
problemlos, allerdings nur in den urbanen Zentren.
Notruf: 131, Polizei: 133, Auskunft: 103. - Internet-Cafés
gibt es zahlreich in allen Städten.
Touristeninformation
Die
staatliche Tourismusbehörde Sernatur unterhält
Büros und Informationskioske in allen größeren
Städten und an den Flughäfen.
Trinkgeld
In Restaurants werden etwa 10 Prozent Trinkgeld
erwartet, die nicht in der Rechnung enthalten sind.
Eine kleine Zuwendung erwarten auch Tankwarte, Parkplatzwächter
und Gepäckträger.
Verkehrsmittel
Chile
verfügt über eine gut ausgebaute Verkehrs-Infrastruktur.
Ein dichtes Inlandflugnetz, bequeme und sichere
Überlandbusse und Züge machen das Reisen
auch über größere Distanzen zum
Vergnügen. In Santiago verkehrt die schnelle,
moderne Metro auf vier Linien. Taxis sind sicher
und relativ preiswert.
Zeitunterschied
Vom
2. Sonntag im Oktober bis zum 2. Sonntag im März
(chil. Sommerzeit): 4 Stunden vor MEZ, ansonsten
6 Stunden vor MEZ.
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